Heißkalt

Das zweite Saisonspiel der Equipe von Cheftrainer Offenbacher und seinem Assistenten Haid Roland führte die Scheiflinger nach Weißkirchen, wo man einen äußerst ordentlich adaptierten Platz vorfand.

Das Betreuergespann musste mit Markus „Gattuso“ Panzer, Daniel Grogger und Michael Grogger drei Stammkräfte vorgeben, aber man stellte äußerst geschickt um. Der Kapitän Manuel „Bluff“ Hansmann, nun schon seit 23 Jahren für seine Farben aktiv, feierte nach sehr langwieriger Verletzungspause sein Comeback in der Startformation und fungierte in gewohnter Art und Weise als „Abräumer“, der dem Gegner einige Offensivaktionen unterbinden konnte. „Allrounder“ Simon Fussi agierte meist hängend und versorgte die unmittelbare Offensivabteilung, vor allem das „Schlitzohr“ Daniel Panzer mit Bällen.

Tristan Neuböck begann auf der rechten Abwehrseite und bemühte sich mehrmals, auf der Außenbahn Akzente in Richtung Weißkirchen-Tor zu setzen. Scheifling begann etwas aktiver, die sehr stark stehende Abwehr der Gastgeber ermöglichte ein Durchkommen aber mehr als selten, so musste Kobald Michael den Torhüter der Gastgeber mit einem überlegten Schuss vom Sechzehnereck in die lange Ecke bezwingen, um seine Formation in Front zu bringen.

Ein etwas zaghaftes Abwehrverhalten der Scheiflinger Hintermannschaft ermöglichte den Weißkirchnern bereits in Minute 13 den Ausgleich, man konnte also postwendend zurückschlagen. Scheifling versuchte in Hälfte 1 mehrmals, mit langen Bällen das Mittelfeld zu überbrücken, um die pfeilschnellen Panzer, Kobald und Gruber Raphael einzusetzen, was sich mehrmals auch als probates Mittel entpuppte. Der einsetzende Dauerregen machte die Begegnung für die Torhüter zu einem Lotteriespiel, denn jeder Ball in Richtung Tor war eine echte Bedrohung für die Schlussmänner. So auch in der 42. Minute, als der Torhüter der Gastgeber einen Schuss von Gruber Raphael nur kurz parieren konnte und der „Fuchs“ Daniel Panzer zum 1:2, in dieser Phase verdient, einschob. Weißkirchen präsentierte sich aber stets brandgefährlich, konnte aus einer sehr sicheren Abwehr heraus einige Offensivaktionen aufbauen, die Abwehr rund um Eugen, Ebner, Gruber Julian, Neuböck sowie das Mittelfeld der Scheiflinger mussten ohne Pause immer zu hundert Prozent auf dem Posten sein, denn sonst hätten die Alarmglocken sofort geschrillt. Markus „Mexx“ Haselmann zollte seinem bedingungslosen Einsatz für seinen SVS in Minute 51 Tribut und erhielt den sich abgezeichneten gelben Karton, der Einsatz von Mexx mit seiner unglaublichen Pferdelunge war wie immer vorbildlich. Waren vor dem Seitenwechsel noch die Scheiflinger am Drücker, so verschärfte nach dem Wechsel Weißkirchen die Gangart und näherte sich dem Gehäuse von Sitzmann.

Mit einem Entlastungsangriff, sauber von Gruber Raphael abgeschlossen, konnte die Equipe von Offenbacher/Haid in der 65. Minute bei strömendem Regen auf 1:3 davonziehen, sehr wichtig in dieser Phase des Weißkirchner Aufbäumens. Weißkirchen erarbeitete sich in der Schlussphase ein leichtes Übergewicht und kam zu Möglichkeiten, Sitzmann Lukas hielt seine Farben mit zwei Traumparaden in der Begegnung. Mit dem Blick auf die Uhr konnte man schon mit dem zweiten Sieg in der zweiten Meisterschaftsbegegnung spekulieren, da die Begegnung aber 94 Minuten dauerte kam aber noch alles anders. Christoph Eugen, Ebner Jürgen und Tristan Neuböck holten sich noch eine Verwarnung ab, ein Zeugnis des nötigen Aufwandes, um Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Eine Minute vor dem Ende der regulären Spielzeit machte ein Angreifer der Weißkirchner im Strafraumeck den Haken zum richtigen Zeitpunkt, sodass der Fuß des jungen Defensivakteurs der Gäste etwas zu langsam auf Distanz ging und den Referee dazu veranlasste, auf den Elferpunkt zu zeigen.

Staubtrocken verkürzten die Gastgeber auf 2:3, somit begann verständlicherweise das Schwitzen bei den jungen Akteuren des SVS. Marco Gruber, inzwischen für seinen Bruder Julian in die Begegnung gekommen, Florian Sturm, für Tristan Neuböck gekommen und Co bäumten sich energisch gegen den Ausgleich, aber die Spielzeit erreichte unverständlicherweise 94 Minuten, was den Gastgebern zu Gute kam denn genau in dieser Minute glich man aus. Vom Spielverlauf her bestimmt ein verdientes Remis, erreicht durch mehr Routine in den Reihen der Heimischen, bitter aber weil der Schlusspfiff genau just in jenem Moment erfolgte, als Panzer Daniel allein auf das Tor der Weißkirchner zugelaufen wäre.

Mit ein bisschen mehr Routine und Abgebrühtheit bringt man dieses Ergebnis über die Bühne, aber mit einer solchen jungen Elf sind solche altersbedingten Aktionen nichts Ungewöhnliches, dessen sollte man sich bewusst sein. Kompliment an die Betreuer, an die Führungsspieler und auch an die „Küken“, Blick immer nach Vorne, der Weg wird euch gezeigt, annehmen müsst ihr ihn aber selbst!
GsG Andreas P.!