Ein Dorf atmet auf

Ich muss den Abendnachrichten vom letzten Samstag widersprechen, es hat kein Erdbeben im Bezirk Murau gegeben. Die Erschütterungen sind von den Gesteinsmassen gewesen, die den Scheiflingern an diesem Tag vom Herzen gefallen sind.

Der Meister aus Lobmingtal hat gleich zu Beginn klargestellt, dass man auch in Scheifling voll punkten möchte und hat den Gastgebern eine intensive Begegnung geliefert. Vor einer beachtlichen Kulisse gehen die Gäste aus Lobmingtal in Führung. Scheifling aber erscheint an diesem Tag mental sehr stabil und schlägt nach einer idealen Vorarbeit von Reiner Manuel durch das Schlitzohr Daniel Panzer per Kopf, wie es sich für einen Hünen wie DP 17 gehört, zurück. Durch ein Eigentor der Lobmingtaler gelingt den tapfer kämpfenden Gastgebern das 2:1, verdient aber allemal. Nach der Niederlage in Knittelfeld hat schon eine enorme Last auf den Schultern der Scheiflinger gelegen, denn bei einer Niederlage wäre der Absturz in den Fußballkeller wohl nicht mehr zu vermeiden gewesen, was sportlich und wirtschaftlich einer Katastrophe sehr nahe gekommen wäre. Umso imposanter habe ich die Reaktion der Heimischen gefunden, die den stark agierenden, verdienten Meistern absolut Paroli geboten haben und die Entscheidung für ihre Farben gesucht haben. Der an diesem Tag nicht zu bändigende Reiner Manuel ist es dann gewesen, der staubtrocken die 3:1 Führung für seine Farben markiert hat und den tobenden Fans emotional das Scheiflinger Wappen auf seiner Brust präsentiert hat.

Leitner Roland, ebenso wie seine Mutter Maria ein Scheifling – Urgestein, die Brüder Panzer, die Brüder Grogger, die Brüder Gruber, Simon Fussi, Abwehrchef Jürgen Ebner, Langmaier Wolfgang, Mani Reiner, Kobald Michi, Haselmann Mexx und die lebende Scheifling-Legende Hansmann „Bluff“ Manuel haben danach alles in die Waagschale geworfen, um aus eigener Kraft den Klassenerhalt zu schaffen. Angepeitscht von den mitgereisten Fans haben auch die Lobmingtaler den Druck stetig erhöht, es hat sich ein mehr als attraktives Klingenkreuzen entwickelt. Die abgebrühten Gäste erzwingen in der Schlussphase einen Freistoß zentral am 16er, welchen sie wirklich sehenswert und unhaltbar in die Maschen von „Murl“ Leitner setzen. Scheifling kämpft und kratzt nun bis zum Schluss, nach dem Schlusspfiff vom sehr kompetent agierenden SR Wango brechen alle Dämme in der schönen Mur – Gemeinde Scheifling. Nach einer sehr schwierigen, kräftezehrenden Saison haben die Burschen am Ende gezeigt, dass ihnen der Verbleib in der Gebietsliga, verbunden mit attraktiven, rassigen Murau – Derbys ein Anliegen ist. Der Vorstand, die Trainer, die Fans und letztendlich jeder Aktive, egal in welcher Altersklasse sind sehr froh und stolz und hoffen auf eine Saison 2019/20 mit ein wenig mehr Konstanz!

Gratulation an die Mannschaft und den Betreuerstab, unter diesem Druck doch noch kühlen Kopf zu bewahren ist nicht selbstverständlich!

Gratulation auch an „DP 17“, 15 Treffer ins Schwarze sind keineswegs zu verachten und sehr wichtig für den SVS.

Die Abwehrreihe, dirigiert von Ebner Jürgen, hat sich ebenfalls stabilisiert und vor allem gegen die Spitzenteams der Liga ganze Arbeit geleistet.

Die Vorbereitung für die neue Saison werden wir wieder auf der Perchau gestalten, Birgit Rosenkranz und die Gemeinde Neumarkt haben uns im Vorjahr sehr gute Bedingungen geschaffen, was wir gerne und dankend erneut in Anspruch nehmen werden.

Ich hoffe, die Altherren wissen, was das bedeutet!

Eine schöne Sommerzeit und GsG A.P!